Größte Gelsenplage seit sieben Jahren

16. Juli 2009

Größte Gelsenplage seit sieben Jahren

Die Presse „Es ist außer Kontrolle geraten“, beschreibt Gelsenforscher Bernhard Seidel vom Zoologischen Institut der Universität Wien die Situation (vor allem) in Teilen Niederösterreich, entlang der hochwasserführenden Flüsse bei Klosterneuburg bis Hainburg, in der Mitterndorfer Senke, entlang des Leithagebirges: „Es gibt große Probleme.“ Speziell betroffen seien Niederösterreich und Burgenland – obwohl die jetzige Gelseninvasion grundsätzlich ein österreichweites Problem sei.
Hilft nur noch flächendeckend die chemische Keule? „Nein“, meint Seidel: „Das wäre, als würde man mit Kanonen auf Gelsen schießen.“ Die Alternative? Sogenannte Larvizide, mit denen die Larven im Wasser abgetötet werden – ohne Einsatz von Sprühflugzeugen: „Diese Mittel sind sehr effektiv und stehen preislich in einer angenehmen Korrelation zur Wirkung.“ Zusätzlich gebe es Versuche, die Gelsen mittels Lockstoffe dazu zu bringen, ihre Eier in bestimmten, leicht erreichbaren Gebieten abzulegen. Dort könnten diese dann gezielt beseitigt werden.

Gelsenplage

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